Weil es nicht gereicht hat
Dass man vom Literaturübersetzen allein nicht leben kann, war mir von Anfang an klar. Trotzdem hatte ich 2018, als ich mich als Literaturübersetzerin selbstständig gemacht habe, gehofft, ich könnte mich mit zusätzlichen Nebenjobs über Wasser halten. Und dass, je mehr Bücher ich übersetzt hätte, ich umso mehr neue Übersetzungsaufträge an Land ziehen könnte. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Und da ich möchte, dass meine Töchter studieren können, und dass nicht alles vom Einkommen meines Partners abhängt, arbeite ich seit September 2026 wieder in Vollzeit als Lehrerin. Da ist mein Einstiegsgehalt gleich mal das Dreifache von dem, was ich mit meiner Übersetzungstätigkeit UND Nebenjobs verdient habe.
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